Schlechte Hände

Eine schlechte Hand hält man, wenn man sehr geringe Chancen auf einen Sieg hat. Es handelt sich also um eine Hand, mit der keinerlei Draws (Straße/Flush) möglich sind, die keine höheren Karten als die auf dem Board enthält und mit der auch kein Paar getroffen wird. Nichtsdestotrotz sind solche Hände immer noch spielbar. Im Allgemeinen spielen Spieler solche Hände nur, wenn sie die Chance sehen, die anderen Spieler zu bluffen und den Pot mit einem guten Chancen-Risiko-Verhältnis an sich zu reißen

Die Fähigkeit zu analysieren, wann es sinnvoll ist, eine solch schlechte Hand zu spielen, spielt beim Poker eine entscheidende Rolle. Viele Spieler bevorzugen es beispielsweise, solche Hände zu erhöhen, wenn sie in Position sind und denken, dass die anderen Spieler tight sind und somit entweder bereits vor dem Flop die Hände ablegen oder wenn sie den Flop verfehlt haben. Denken Sie daran, dass auch wenn ein Spieler den Einsatz mitgeht, dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass er auch eine Hand hat. Man kann eine Hand so präsentieren, dass man Vertrauen ausstrahlt und selbst bei einem Pot, an dem drei oder vier Spieler beteiligt sind, kann man mit dem richtigen Auftreten zum Gewinner avancieren.

Nur weil man vor dem Flop denkt, dass eine starke Hand getroffen zu haben, bedeutet nicht, dass es auch nach dem Flop so ist. Wenn man vor dem Flop beispielsweise AK hat und auf dem Flop J37 kommt, hat man kaum eine Chance, den Pot ohne weitere Hilfe zu gewinnen. Sollte der Gegner checken und Sie als letztes an der Reihe sein, dann haben Sie eine gute Chance, den Pot doch noch an sich zu reißen Durch das Analysieren der Gegner können Sie sich die Chancen ausrechnen, ob ein Spieler seine Hand absichtlich langsam spielt (Slowplay) und sehr schnell eine Entscheidung fällen, ob Sie die richtige Vorgehensweise haben.